von Jasch Zacharias

Brückenriss auf A 100 legt Hauptstadt lahm
Berlins wichtigste Straße ist reif für den Sperrmüll. Ein Kommentar von Jasch Zacharias
DBU/Berlin – Was die Klimakleber nicht geschafft hatten, besorgt jetzt ein kleiner Riss in einer Brücke auf Berlins mit Abstand wichtigster Straße. Die Ringbahnbrücke auf der A100 in Richtung Norden, die täglich von etwa 200.000 Fahrzeugen überquert werden muss, ist seit dem 27. Februar nur einspurig befahrbar. Die Folge sind nicht nur stundenlange Staus, sondern eine tiefe Verunsicherung unter unzähligen Pendlern, Lieferanten, Handwerkern sowie Fahr- und Logistikdiensten, die täglich über die Brücke fahren müssen. Wie soll es bei denen weitergehen, die nicht auf den ÖPNV umsteigen können? Die Politik hat keinen Plan.
Laut Autobahn GmbH wird nach einer etwa dreiwöchigen Untersuchung bekanntgegeben, ob die wichtige Lebensader für den Wirtschafts- und Berufsverkehr in der Hauptstadt nicht sogar komplett für sehr viele Jahre gesperrt, abgerissen und neu gebaut werden muss. Völlig klar dabei: Sicherheit geht vor, heißt es. Schließlich will das bundeseigene Unternehmen nicht eine Katastrophe mit 43 Toten wie beim Einsturz der Autobahnbrücke im italienischen Genua im Sommer 2018 riskieren. Katastrophal und politisch skandalös aber ist auch, dass in Berlin die Straßen- und Brückeninfrastruktur überhaupt derart herunterkommen konnte.
Bild: Mitarbeiter von Deges und Autobahn GmbH untersuchen und sichern den inzwischen komplett für den Auto- und S-Bahnverkehr gesperrten Bereich der Ringbahnbrücke, (Foto: Autobahn GmbH)
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von Jasch Zacharias
Erschienen in Ausgabe: April 2025| Seite02