von Redaktion

Trotz Pandemie: Zahl der Dachdecker-Azubis steigt
Sieben Prozent mehr als im Vorjahr - ZVDH plant 2021 mehr Aktionen gegen Fachkräfte- und Nachwuchsmangel
Genau 7.715 Auszubildende gibt es aktuell im Dachdeckerhandwerk – über alle drei Lehrjahre hinweg. „Das ist ein deutlicher Zuwachs von rund 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, freut sich Rolf Fuhrmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer im Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Im vergangenen Jahr seien im gleichen Zeitraum 7.228 junge Menschen - 500 weniger - im Dachdeckerhandwerk ausgebildet worden. Angesichts der schwierigen Lage der Branche unter Pandemie- und Shutdownbedingungen, ausgefallenen Messen und berufsbildenden Aktionen in den Schulen, sei dies eine sehr positive Entwicklung, bewertet Fuhrmann.
Umfrage: Fachkräftemangel bereitet Betrieben große Sorge
Eine mögliche Erklärung für das gute Abschneiden trotz großer Konkurrenz auf dem Nachwuchsmarkt könnte die Botschaft gewesen sein, dass das Dachdeckerhandwerk krisensicher sei und auch in Pandemiezeiten fast uneingeschränkt gearbeitet werden konnte. Ergänzend dazu bringt Fuhrmann weitere Erfolgsmeldungen: „Die Zahl der Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr ist zum vierten Mal in Folge gestiegen: In den Vergleichsjahren 2017/2018 um sieben Prozent, 2018/19 kamen über elf Prozent dazu, 2019/2020 waren es rund drei Prozent mehr und aktuell freuen wir uns über einen Zuwachs von über fünf Prrozent.“ Eine weitere positive Entwicklung, die für einen attraktiven Ausbildungsberuf spreche, sei der ebenfalls steigende Anteil von weiblichen Auszubildenden: „Vergangenes Jahr entschieden sich 147 junge Frauen für eine Dachdeckerlehre, jetzt sind es 166, die sich zur Dachdeckerin ausbilden lassen, das entspricht einer Zunahme von 13 Prozent“. Allerdings liege der Gesamtanteil von Frauen in der Dachdecker-Ausbildung bei immer noch sehr geringen zwei Prozent.
Nachwuchsaktionen des ZDHV werden 2021 ausgeweitert
Trotz der positven Zahlen konstatiert der ZDHV nach wie vor einen Nachwuchs- und Fachkräftemangel, der den Dachdecker-Betrieben große Sogen macht, ergab eine verbandsinterne Umfrage.Aus diesem Grund verstärke man 2021 die bundesweiten Nachwuchsaktionen auf allen Kanälen, und hoffe natürlich, auch bald wieder Präsenz auf Messen und in Schulen zeigen zu können, so Fuhrmann.
Bild: Junger Dachdecker auf Steildach. (Foto: ZDHV)
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